Wir sammeln die Leibspeisen der Romanhelden! Was wird gekocht in Literaturklassikern oder Ihren Lieblingsbüchern? Wir möchten es wissen. Auch Romanhelden müssen essen! Muss es immer Kaviar sein oder sind es eher die bodenständigen Speisen, die gefallen, sättigen oder glücklich machen?
Holly Golightly aus Frühstück bei Tiffany von Truman Capote hat für einfache Gerichte nichts übrig. Sie kocht zum Beispiel mit Cognac geschwängerte Schildkrötenbouillon und behauptet wenig später, sie sei schwanger.
Besuchen Sie Gaumenkitzel bei Facebook und sammeln Sie mit uns die Speisen unser Romanhelden. Nennen Sie Gericht, Buch, Protagonist, Autor und wenn Sie auch gleich ein Rezept parat haben, aus Ihrer Feder oder als Link, ist Ihr Beitrag perfekt. Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Fundstücke, die wir anschließend hier, im STORIES & FRIENDS Magazin, zusammenstellen.
Die 3 Siegerspeisen mit dem meisten “Gefällt mir” von unseren Facebook Fans erhalten Gaumenkitzel-Geschenksets bzw. einen Buchpreis.
Platz 1 – Geschenkset:
Platz 2 – Geschenkset:
Platz 3 – Buch:
Sollte es kein eindeutiges Ergebnis geben, entscheidet eine Jury und sucht aus den Beiträgen mit den meisten “Gefällt mir” ihr Lieblingsgericht aus. Einsendeschluss ist der 15. Oktober. Beiträge von STORIES & FRIENDS Mitarbeitern nehmen nicht an der Auswertung teil.
Jedes Jahr im Juli lädt Bad Wimpfen zu seinem Montmartre Festival ein. Auf einem Berg gelegen, mit idyllischer Altstadt und historischer Burg versehen, hat sich die Stauferstadt einen passenden Namen für ihr Stadtfest ausgesucht. In den Gassen bieten Künstler ihre Werke feil, Gaukler und Musiker sorgen für Leichtigkeit und Kurzweil, kulinarische Angebote bieten Gaumenfreuden für jeden Geschmack. Das Wetter ließ dieses Jahr nichts zu wünschen übrig und so zogen wir los, immer auf der Suche nach Leckerbissen und Extras, mit denen sich unsere Bücher noch schöner verschenken lassen. An Schokoladengeschäften kann ich nicht vorbei gehen. Warum auch? Die Vitrine zog mich magisch an und … wow, die sehen toll aus!
Eine Praline zauberhafter als die andere. Wenn die so gut schmecken, wie sie aussehen?! Mein Mann und ich waren uns ohne Worte einig. Wir ließen uns von jeder Variante 2 Exemplare einpacken und hatten es plötzlich sehr eilig, nach Hause zu kommen.
Die gute Nachricht: sie schmecken so gut, wie sie aussehen. Farbenfroh, beschwingt, aufregend, stilvoll, extravagant … diese Pralinen scheinen von einer Zutat besonders viel zu haben: Leidenschaft. Der Mann, der der Schokolade Leben einhaucht, heißt Philip Aczél, ein deutsch-ungarischer Patissier, lese ich auf der Internetseite. Und ich lese Manufaktur im fränkischen Schwarzach, erfahre, dass der Schöpfer sich auf Reisen inspiriert, finde Zitronengras- und Lavendel-Trüffel für unser Kräuterbuch. Whisky-Orange passt zu Aqua Vitae und schon habe ich mir ein Gaumenkitzel-Sortiment zusammengestellt: Limette Minz Trüffel, inspiriert vom Cocktail Mojito, gefolgt von Edelbitter Minz Trüffel als kalte Vorspeise, Edelbitter Chili Trüffel entfacht ein Feuer, Vollmilch Honig Thymian Trüffel besänftigt den Gaumen, Edelbitter Ingwer Pekan Marzipan Trüffel entführt auf eine exotische Reise und Vollmilch Erdbeer Basilikum Trüffel bildet den krönenden Abschluß. Zum Schokoladenbuch passen ohnehin alle Kreationen und dann finde ich auch noch Weintrüffel zum Weinbuch. Da schlägt mein Genießerherz höher und entscheide: 2010 gibt es Kunstwerke von Art of Chocolate zu unseren Genießerbüchern. Es ist angerichtet:
Ute Kissling (*1970) lebt mit ihrer Familie in Berlin und am Stettiner Haff. Nach ihrem Geschichtsstudium volontierte sie an einer Journalistenschule, arbeitete anschließend als Hörfunkjournalistin, recherchierte in Westafrika. Sie arbeitet als Nachrichtenredakteurin. In ihren Geschichten versucht sie der Psychologie des Verbrechens auf die Spur zu kommen.
Liebe Ute Kissling,
beantworten Sie uns doch ein paar Fragen …
Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben?
Ich habe viele theoretische Lieblingsbeschäftigungen, aber ach, zu wenig Zeit: Kochen und Backen, Querflöte spielen, Schwimmen, Reisen, Lesen, Menschen beobachten, meine Familie betüdeln, Schlafen.
Woran schreiben Sie gerade?
An einem Kriminalroman, der Frauen und Männer in einer Parallelwelt zeigt, die zunehmend unser Leben bestimmt – welche, verrate ich nicht.
Was ist Ihr nächstes Ziel als Autor?
Ich möchte gerne so schreiben können, dass ich mit meinen Texten auch selbst zufrieden bin.
Was ist Ihr Motto?
Wer die Veränderung nicht will, der will auch nicht das Leben. Wobei ich mit zunehmendem Alter lerne, auch die Konstanz zu schätzen.
Welchen Gegenstand müssen Sie anfassen, wenn Sie ihn sehen?
Ich liebe Musikinstrumente und muss sie unbedingt anfassen und ausprobieren, mit zuweilen fatalen Folgen für die Ohren der umstehenden Menschen.
Wer oder was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten?
Ich brauche das Nichts zum Schreiben, träume von einer fensterlosen schalldichten Kammer, in der ich nichts sehen und hören muss – außer meinen eigenen Gedanken. Okay, ein Computer wär nicht schlecht. Es geht aber auch mit ein paar Blättern Papier und einem Stift.
Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Ich ärgere mich über schlechte Manieren, weil sie von Egozentrik und Rücksichtslosigkeit zeugen.
Was haben Sie noch nie verstanden?
Tragischerweise als Tochter eines Physikers: physikalische Phänomene.
Was war der mutigste Moment in Ihrem Leben?
Als ich in voller Taucherausrüstung von einem Hafenbecken in das drei Meter tiefer gelegene Wasser gesprungen bin. Ich hatte nämlich tauchen lernen wollen und nicht meine Höhenangst mit Schocktherapie überwinden. Aber der Sprung hat sich gelohnt: Erstens konnte ich mich darüber freuen, dass ich diesen todesmutigen Sprung überlebt habe, ohne einen Herzinfarkt zu erleiden und zweitens hat mich die Unterwasserwelt vor Teneriffa entschädigt.
Veröffentlichungen bei STORIES & FRIENDS
Lesen Sie auch: (K)ein Kochbuch: Gaumenkitzel
Letztes Jahr im Advent habe ich mich mit einem Restaurantbesuch bei meinem Team für sein Engagement im Messeherbst 2009 bedankt. Wir waren in Reiners Rosine in Flein, genossen ein wundervolles Menü und entdeckten die Gewürzwelt von Spirit of Spice. Das Curryschaumsüppchen entführte uns nach Indien, die gefühlte Körpertemperatur stieg auf über 40 Grad an und in unserem Kopf tanzte eine Schönheit einen Bharatanatyam. Ich verspeiste die Dorade auf der Terrasse eines provenzalischen Restaurants mit Blick auf das blaue Meer. Der glückliche Genießer der Wildente mit Orangen wähnte sich in einem schottischen Schloss, vor dessen Fenster der Dudelsack spielte. Zum Dessert trafen wir uns alle im Café Oriental zu Crème Caramel und einem Rotweingewürzkuchen. Damals entschied ich, 2010 kommt Spirit of Spice in die STORIES & FRIENDS Geschenksets.
Im Oktober erscheint “Gaumenkitzel – Erlesene Menüs aus der Literatenküche” mit Storys und Rezepten aus der Sterneküche von Benedikt Faust. Was passt dazu besser als edle Gewürze? Zumal – ich gestehe! – ich von vielen in den Rezepten verwendeten Gewürzen bislang nie etwas gehört hatte: Pimentón de la Vera, Chili Chipotle, Piment. Jetzt habe ich aufgerüstet und mein Gewürzregal mit edlen Produkten von Spirit of Spice bestückt. Tatsächlich macht es mir plötzlich große Freude, am Herd zu experimentieren und bin begeistert, wenn mich das Ergebnis wie eine gute Story auf die eine odere andere Kopfreise schickt.
Übrigens: Spirit of Spice ist eine kleine, familiär geführte Gewürzmanufaktur in Deutschland. Alle Gewürze und Rohstoffe werden von Hand selektiert und in höchster Qualität hergestellt. Es werden nur 100% reine Naturprodukte verwendet. Trennmittel, Riesel- und Fließhilfen, Geschmacksverstärker (Glutamat), Aroma- und Konservierungsstoffe haben in Spirit of Spice Gewürzen nichts zu suchen.
Meine beste Freundin feiert einen runden Geburtstag und ich brauche ein Geschenk. Das ist schwer: Sie hat doch schon alles. Weihnachten, Geburtstage, Jubliäen … das sind schwere Zeiten für mich. Mir imponiert, wie manche zielstrebig bei der riesigen Auswahl das richtige finden. Es gibt sie, die Schenkexperten, die mit ihren Präsenten sicher in Schwarze treffen. Ich stelle mir vor, dass ihnen das Schenken mühelos von der Hand geht. Ich dagegen zweifle, nehme mal dies in die Hand – schaut billig aus! -, mal jenes – ich weiß nicht! -, stelle es zurück ins Regal, um dann ohne Geschenk aber mit Kopfschmerzen den Shop zu verlassen. Das Café um die Ecke bietet der Erfolglosen Zuflucht. Ein Kaffee muss helfen, vielleicht ein Stück Schokoladenkuchen. Dann werde ich mich gestärkt erneut ins Geschenkeparadies stürzen.
Dabei schenke ich gerne. Ich liebe es, jemandem eine Freude zu machen. Wie sagte Jean de la Bruyère? Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat.
Am liebsten verschenke ich Bücher, vermutlich, weil ich sie selber so liebe. Ich freue mich stets, wenn ich ein Buch geschenkt bekomme, freue mich auf die Reise, auf die es mich mitnimmt, gerade weil sie nur im Kopf stattfindet. Was gibt es also Schöneres als ein Buchgeschenk für einen Bücherfreund? Nichts, davon bin ich überzeugt. Trotzdem beschleicht mich das Gefühl, der Beschenkte könnte denken, ich habe es mir einfach gemacht und ich verfluche Herrn Zweifel, der mich ständig mit seinen Nadeln pickst. Also suche ich nach etwas, dass ich zusammen mit dem Buch verschenken könnte. Eine Kleinigkeit, eine Kerze, schöne Servietten, ein Blümchen und schon wird aus dem Buch ein präsentables Geschenk.
Dass es nicht nur mir so geht, habe ich erfahren, nachdem STORIES & FRIENDS seine ersten Bücher unter die Leser gebracht hat. Sie verschenke zu “100% Schokolade – Eine exquisite Mischung feinster Geschichten” immer eine Pralinenschachtel und zu “Mit allen Sinnen – Eine literarische Weinprobe” eine Flasche Wein, erklärte mir eine Bekannte. “Beides wird schön verpackt und der Beschenkte ist begeistert”. Das war der Anfang des STORIES & FRIENDS Geschenkkonzepts.
Aber richtig rund war die Idee erst, nachdem wir unsere eigene Geschenkbox entwickelt hatten. Keine Standardverpackung konnte überzeugen: zu langweilig, hat jeder, falsche Farbe, zu klein, zu groß … Also selber machen und als unsere Geschenkbox dann in vier Farben vor uns stand, hatte auch Herr Zweifel keine Chance mehr.
Der Erfolg gibt uns Recht. Auch dieses Jahr bieten wir wieder unsere literarischen Geschenksets an, mit neuen und bewährten Extras, mit Schokolade und Trüffeln von Art of Chocolate und DreiMeister, Whisky von The Glenrothes, Kräutern und Gewürzen von Spirit of Spice und vielem mehr. Schauen Sie bei uns vorbei … nach der Sommerpause kommt nach und nach neues Leben in den STORIES & FRIENDS Shop.
Mit Worten malen
Lisa Weichart. Ich wurde 1964 in Regensburg geboren und besuchte dort erst die Grundschule Am Napoleonstein, danach das Institut der Englischen Fräulein. Nachdem mein 1989 geborener Sohn in den Kindergarten ging, wechselte ich den Beruf, um halbtags tätig sein zu können. Ich arbeitete als Rezeptionskraft bei einer Regensburger Gemeinschaftspraxis. Im Jahr 2000 bekam ich meine Zwillinge und wir zogen aufs Land. 2006 trennten sich mein Mann und ich, und seit der Scheidung wohne ich mit den beiden Jungen endlich wieder im geliebten Regensburg, wo ich auch nach der langen Pause wieder zu schreiben beginnen konnte. Der Job bei „Il Mercato“, einem italienischen Markt nicht weit von meiner Wohnung, bringt mir täglich neue Menschen, Impressionen und viel Freude. Auch die Zwillinge haben sich bereits einen Namen als Autoren gemacht und besuchen ab Herbst das hiesige Goethe-Gymnasium.
Liebe Lisa Weichart,
beantworten Sie uns doch ein paar Fragen …
Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben?
Philosophieren ohne zu viel Psychologisieren.
Woran schreiben Sie gerade?
An einem Buch über das Ent-Lieben.
Was ist Ihr nächstes Ziel als Autor?
Das Buch zu vollenden und darüber nicht die Kurzgeschichten zu vergessen. Im Schreibfluss zu treiben, zu schwimmen, zu angeln – zu leben.
Was bedeutet Schreiben für Sie?
Immer wieder öffnet sich die Tür zu dem besonderen Raum in meinem Kopf, und jedes Mal wundere ich mich aufs Neue, was diesmal dahinter wartet. Hinein zu gehen bedeutet, sich auf etwas Unschätzbares einlassen. Meistens sind Menschen darin; oft liegen die wahren Begegnungen weit zurück. Augenblicke, eine Stimmung, ein Duft – vielleicht nur für Sekunden existent. Aber Zeit verliert ihre Bedeutung, wenn ich schreibe, jede einzelne Geschichte ist auf einmal da, wie ein unverhoffter Gast.
Nie bin ich Menschen näher, als wenn ich von ihnen schreibe, das Gefühl tiefer Verbundenheit flößt mir Achtung ein. Es ist ein gutes Gefühl, mit Worten zu malen. Aus dem Gedächtnis? Eher aus einer Erinnerung, die dem Träumen ähnelt. Zwischenwelt. Es ist ein wenig Zauberei, glaube ich.
Was ist Ihr Motto?
Den Glücklichen trägt ein Zauber durchs Leben.
Mit welchem Buchhelden können Sie sich identifizieren?
Pippi Langstrumpf.
Welchen Gegenstand müssen Sie anfassen, wenn Sie ihn sehen?
Große Skulpturen, frische Kastanien und Lidschatten-Tester.
Wer oder was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten?
Menschen, Träume und eigene Erlebnisse, vor allem auch die schmerzlichen. Düfte, Worte, die jemand besonders ausspricht, den Blick Fremder …
Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Meine eigene Ungeduld.
Wo haben Sie das Gefühl, völlig fehl am Platz zu sein?
Bei rhythmischem Tanz nebst Choreographie (Jazz-Dance war am schlimmsten) und in Super-Sportgruppen.
Was haben Sie noch nie verstanden?
Ich besitze fast keinen Orientierungssinn und verstehe folglich nicht, wie andere es schaffen, problemlos und sicher von hier nach da zu kommen.
Welche Fähigkeit hätten Sie gerne?
Fliegen können wie ein Vogel, Orientierungssinn und Gitarrespielen. Letzteres lerne ich gerade!
Was war der mutigste Moment in Ihrem Leben?
Das letzte Gespräch vor der Trennung mit meinem Exmann.
Total überbewertet finde ich?
Urlaub. Ich will so leben, dass jeder Tag „rund“ ist.
Welches geliehene Buch haben Sie nicht zurückgegeben?
„Gesammelte Werke“ von Marieluise Fleißer. Ich verlängere es, so lange es geht.
Veröffentlichungen bei STORIES & FRIENDS
Genussoffensive 2010/2011
Das neue Verlagsprogramm ist da. Unter dem Motto “Genussoffensive” liefert es Informationen über unsere Neuerscheinung im Bücherherbst, über unsere Genießer-Bücher und vieles mehr.
Kai Riedemann. Ein bekannter deutscher Krimiautor erfand für sein weibliches Pseudonym eine Lehrzeit in einem Hotel an der Côte d’Azur, die Ausbildung zur Sommelière in London und eine Leidenschaft für die Corgi-Zucht. Mit derart exotischen Kapiteln kann mein Lebenslauf nicht dienen. Die nüchternen Fakten: geboren 1957 in Elmshorn (Schleswig-Holstein), Studium der Germanistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg, abgeschlossen mit einer Dissertation über die Comic-Strip-Serie “Peanuts”, nach einigen Semestern als Lehrbeauftragter inzwischen seit mehr als 20 Jahren tätig als Redakteur bei einer TV-Programmzeitschrift. Zu den redaktionellen Aufgabengebieten gehören vor allem Wissenschaft und Natur. Als Wahlhamburger lebe ich gerne an und mit der Elbe. Und das sogar ohne Hund, Katze, Hamster oder ähnliches. Familienstand laut Lohnsteuerkarte: ledig.
Lieber Herr Riedemann,
beantworten Sie uns doch ein paar Fragen …
Was ist Ihr Motto?
Versuche, der Drehbuchautor deines Lebensfilms zu werden. Aber sei nicht traurig, wenn es doch nur zum Statisten reicht.
Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben?
Kann es daneben noch eine andere Beschäftigung geben? Vielleicht die Arbeit im Garten und das Spazierengehen in der Natur.
Woran schreiben Sie gerade?
An beruflichen Projekten für die Redaktion (wie z.B. “Das Wissen der Welt”). Für Literarisches ist nur im Urlaub Zeit, wobei jede Geschichte in möglichst einem Tag fertiggestellt sein sollte.
Was ist Ihr nächstes Ziel als Autor?
Ich habe als Autor keine Ziele. Was ich mit meinen Mitteln erreichen kann, habe ich erreicht. Alles andere wäre vermessen.
Welches Buch hätten Sie gerne geschrieben?
Egal. Hauptsache, es ist überhaupt ein Buch.
Mit welchem Buchhelden können Sie sich identifizieren
Mit Charlie Brown aus der Comicserie “Peanuts”. Schließlich hat er mich auch durch meine Promotion begleitet.
Wer sind Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Da fällt mir nichts ein. Helden in der Wirklichkeit sind vermutlich jene, die man nicht kennt.
Welchen Gegenstand müssen Sie anfassen, wenn Sie ihn sehen?
Kastanien.
Wer oder was inspiriert Sie zu Ihren Geschichten?
Ideal ist ein Ort, an dem man viel sehen kann. Irgendwo still herumsitzen, mit Block und Kugelschreiber, die Menschen beobachten. Wie sie aussehen, wie sie sich bewegen, was sie ausstrahlen. Das alte Haus, die Straße, die Stühle vor dem Café. Am besten morgens oder vormittags. In den Geschichten spiegeln sich natürlich auch persönliche Erlebnisse und Erfahrungen, einige Personen haben reale Vorbilder, die mich inspirieren. Und ganz unromantisch: Ja, ich kann durchaus mal direkt am Computer schreiben, zielgerichtet und kopfgesteuert, wie eine Auftragsarbeit. Manchmal macht das sogar Spaß.
Was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Rücksichtslosigkeit und Egoismus.
Wo haben Sie das Gefühl, völlig fehl am Platz zu sein?
In großen Menschenmengen fühle ich mich unwohl. Wenn 60000 Hamburger auf dem Fanfest der Fußball-WM grölen, Bier trinken und Fahnen schwenken, mag ich dieses Vergnügen nicht teilen.
Was haben Sie noch nie verstanden?
Mathematik. Deshalb sind vermutlich auch meine Geschichten fürs Buch “rätselhaft + wunderbar” durchgefallen.
Welche Fähigkeit hätten Sie gerne?
Ist unerschütterliches Selbstbewusstsein eine Fähigkeit? Dann hätte ich die gerne. Ansonsten bestelle ich die magischen Kräfte einer “Bezaubernden Jeannie”.
Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
Mit John Steed. Einmal an der Seite von Emma Peel einen mysteriösen Fall zu lösen, müsste traumhaft sein.
Was war der mutigste Moment in Ihrem Leben?
Der Tag, an dem ich diese Antworten formulierte.
Total überbewertet finde ich?
Alles, was als “Star” bezeichnet wird. Das gilt für “Star-Autoren” und ihre Bestseller genauso wie für TV-, Musik- oder Sportstars. Zumeist gibt es auf einen Star Hunderte, die mindestens ebenso gut sind, aber nie bekannt werden. Weil ihnen Glück, Beziehungen, Frechheit, Rücksichtslosigkeit oder Ehrgeiz fehlen.
Welche Leistung bewundern Sie am meisten?
Den Einsatz für Kranke, Alte und Sterbende. Weil so etwas in der heutigen Zeit nicht mal mehr innerhalb von Familien selbstverständlich ist, kann das gar nicht hoch genug bewertet werden.
Welches geliehene Buch haben Sie nicht zurückgegeben?
Ich leihe mir keine Bücher.
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Veröffentlichungen & Preise
Vielleicht aus jedem Bereich ein Beispiel:
Science-Fiction: Barfuß am Strand, in: Beteigeuze, Goldmann 1978
Rundfunklesungen: Zwanzig Jahre, in: Mitmenschen, WDR 1987
Kindergeschichten: Bärbel ist nicht da, in: …und jeden Samstag baden, Rowohlt 1987
Lyrik: Im Speicher, in: Denk, Maschine!, Heyne 1988
Schulbuchbeiträge: Strandgut, in: Unterwegs. Classe de Seconde, Hachette Paris 1988
Krimitheater: Ein Toter führt Regie, Hagebuttenbühne Uetersen 1990
Kabarett: Wahl? NaTÜRlich!, Hagebuttenbühne Uetersen 1998
Kindermusicals: Flunderland oder Wenn der Windgeist kommt, Hagebuttenbühne Uetersen 1995
Kriminelles: Die Cowboys gewinnen immer, in: Mord-Life-Crisis, Lerato 2007
Märchen: Weint nicht um das Mondkind, in: Wovon träumt der Mond, Wurdack 2008
Fantastisches: Das Tagebuch meiner Großtante, in: Wenn die Biiken brennen, Verlag einundsiebzig 2009
Veröffentlichungen bei STORIES & FRIENDS
Mehr über (K)ein Kochbuch: Gaumenkitzel
















